Die Erfurter Ankommenspatenschaft

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Flüchtlingen die Stadt vertrauter machen: Das Engagement als Ankommenspatin bzw. Ankommenspate

 

Die Hilfsbereitschaft ist riesig: Viele Erfurter/innen unterstützen bereits geflüchteten Menschen. Mit „Ankommenspatenschaften“ will die Freiwilligenagentur Erfurt eine besondere Möglichkeit anbieten, wie man sich engagieren kann: Freiwillige zeigen geflüchteten Menschen wichtige Orte und Einrichtungen.


Warum gibt es Ankommenspatenschaften?
Die vertraute Umgebung verloren, das neue Land noch fremd: Das ist die Lage vieler Menschen, die nach Erfurt gekommen sind. Vieles, was länger hier Lebende wissen und gewohnt sind, müssen neu Zugewanderte erst lernen. Sie erleben so etwas wie den Kulturschock des Touristen, der in ein Land kommt, dessen Sprache er nicht spricht und dessen Regeln er nicht kennt.
Zusätzlich enorm belastet durch die Fluchterfahrung, sind viele Geflüchtete verunsichert und trauen sich nicht, die Unterkunft zu verlassen. Gefragt ist hier eine persönliche Begleitung, die den Betreffenden an die Hand nimmt, Orientierungshilfen gibt und Fragen beantwortet – eine Rolle, die engagierte Einheimische übernehmen können.


Was tun Ankommenspatinnen und -paten?
Sie treffen sich drei Mal mit einem geflüchteten erwachsenen Menschen, um gemeinsam die Stadt zu erkunden. Beim ersten Treffen bieten die Ankommenspatinnen und -paten eine Art persönliche Führung. Dabei zeigen sie öffentliche Einrichtungen und andere wichtige Orte. Zugleich erzählen die Paten über das Leben in der Stadt und beantworten Fragen.
Bei den zwei weiteren Treffen können weitere Orte aufgesucht oder bestimmte Einrichtungen eingehender erkundet werden – ganz nach den Wünschen des Geflüchteten und nach individueller Verabredung. Denkbar sind zum Beispiel:
-    der gemeinsame Besuch einer Ausstellung oder der Bibliothek
-    eine Rundfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder
-    die Recherche, welche Sportangebote sich nutzen lassen


Was sollten Ankommenspatinnen und -paten mitbringen?
Ankommenspatenschaften laden zum Engagement ein – vor allem jene Menschen, die sich erstmals in der Flüchtlingshilfe einbringen und zunächst eine überschaubare Aufgabe übernehmen wollen. Für sie ist eine Ankommenspatenschaft ein passender Einstieg. Ebenso willkommen sind natürlich Freiwillige, die bereits Flüchtlinge unterstützen und zum Beispiel in Unterkünften aktiv sind. Wichtig für alle ist bzw. sind:
-    die Bereitschaft, sich drei Mal für je etwa drei Stunden mit einem geflohenen erwachsenen Menschen zu treffen und ihm die Stadt zu zeigen
-    Neugier und Offenheit für den respektvollen und ermutigenden Umgang mit einem geflüchteten Menschen
-    Grundkenntnisse in Englisch


Was können Ankommenspatinnen und -paten gewinnen?
Ankommenspatenschaften bieten eine Möglichkeit, einen Flüchtling unkompliziert zu unterstützen – ohne dass damit eine langfristige Verantwortung verbunden ist.


Wer sich einbringt, kann einen wertvollen Beitrag für das Wohlbefinden und die Teilhabe seines ‚Schützlings‘ leisten. Damit ist sie oder er Teil der lebendigen Bürgergesellschaft, die eine gesellschaftliche Herausforderung annimmt und Integration im Alltag tatkräftig und kreativ gestaltet.
Ein weiterer Gewinn für Ankommenspatinnen und -paten: Sie können einen Menschen aus einer anderen Kultur kennenlernen. Dabei schulen sie auch soziale Kompetenzen. Indem sie einem Fremden die Stadt nahebringen, können Einheimische zudem die eigene Lebenswelt mit neuen Augen sehen.
Wie läuft eine Ankommenspatenschaft ab?


Die Freiwilligenagentur Erfurt gibt dem Engagement einen klaren, sicheren Rahmen. Ankommenspatinnen und -paten erhalten
-    einen festen Ansprechpartner bzw. eine feste Ansprechpartnerin
-    eine Vorbereitung auf ihren Einsatz
-    Info-Material für die Erkundungsgänge
-    die Möglichkeit, an Austauschtreffen teilzunehmen bzw. begleitet zu werden.

Die Freiwilligenagentur lernt Interessierte auf beiden Seiten kennen. Nach Information und Vorbereitung führt sie einen geflüchteten Menschen mit einem Ankommenspaten zusammen und klärt die Wege für das erste Zusammentreffen. Beide treffen sich drei Mal. Falls nicht anders verabredet, zuerst für einen Erkundungsgang, den der Ankommenspate vorbereitet, dann zu weiteren orientierenden Aktivitäten, die auf konkrete Wünsche des Geflüchteten individuell eingehen. Beim dritten Treffen verabschieden sich die Beteiligten, es sei denn, beide wünschen sich weitere Begegnungen.


Ihr Interesse ist geweckt?

Dann kontaktieren Sie uns oder nutzen Sie unseren Anmeldebogen - Wir setzen uns dann mit ihnen in Verbindung.

 

Weiterführende Informationen

über die Initiatoren und Partner

„Ankommenspatenschaften“ – ein Modellprojekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) zur Unterstützung geflüchteter Menschen


Die vertraute Umgebung verloren, das neue Land noch fremd: So erfahren es derzeit viele Menschen, die nach Deutschland geflohen sind. „Ankommenspatenschaften“ wollen ihnen das Zurechtfinden erleichtern – mit dem Alltagswissen der Einheimischen: Ein Freiwilliger zeigt einem Geflüchteten die Stadt, erzählt über den Alltag und führt zu wichtigen Einrichtungen, Kultur- und Bildungsstätten oder Sportvereinen. Bei drei gemeinsamen Erkundungsgängen lernen sich beide Seiten kennen. Für die neu Zugewanderten ein erster Schritt für mehr Teilhabe und Lebensqualität, für die Freiwilligen ein attraktives überschaubares Engagement in einem Bereich, der alle bewegt und in dem viele Bürger aktiv werden wollen. Konzipiert von der bagfa e.V., werden 26 Freiwilligenagenturen in ganz Deutschland bis Ende diesen Jahres 3000 solcher „Ankommenspatenschaften“ ermöglichen. Die Freiwilligenagentur Erfurt ist Projektpartnein Erfurt und Ihr Ansprechpartner . Sie gewinnt die Teilnehmer, bereitet die Freiwilligen vor und begleitet sie. Das Modellprojekt ist Teil des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Kontakt:

Freiwilligen Agentur Erfurt

Eugen-Richter-Straße 6

99085 Erfurt


Tel.:
(0361) 5 40 30 22
Fax.
(0361) 5 40 30 34

E-Mail: info(at)freiwilligenagentur-erfurt.de


Ansprechpartner:

Herr Volker Höfler

 

E-Mail:

buero(at)freiwilligenagentur-erfurt.de